Jahreshauptversammlung der Frauen Union am 22.01.2008

 

mit Berichten sowie Informationen zur Gemeinde- und Kreispolitik durch Bürgermeister Lothar Müller und Kreisrat Engelbert Meier

Im Gasthof zur Post in Plößberg fand die Jahreshauptversammlung der CSU Frauen Union der Gemeinde Plößberg statt. Auf der Tagesordnung standen Berichte sowie Informationen zur Gemeinde- und Kreispolitik durch Bürgermeister Lothar Müller und Kreisrat Engelbert Meier.

 

Vorsitzende Helga Sollfrank begrüßte hierzu besonders das Ehrenmitglied Betti Linder, 1. Bürgermeister Lothar Müller, 2. Bürgermeister und Kreisrat Engelbert Meier, die Markträtinnen Elisabeth Lindner und Sabine Ziegler sowie den CSU-Ortsvorsitzenden von Plößberg Max Röckl. Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde dem kürzlich verstorbenen Mitglied Maria Löw ein ehrendes Gedenken gewidmet. Anschließend gab Helga Sollfrank noch bekannt dass am 8. März ein Gottesdienst für Maria Löw ist.

In ihrem Tätigkeitsbericht informierte die Vorsitzende Helga Sollfrank dass fünf Neuaufnahmen erfolgten, eine Sterbefall zu beklagen ist und zwei Austritte (davon einer bedingt durch Weg) zu verzeichnen sind. Der FU-Ortsverband hat derzeit 54 Mitglieder. Es wurde an den Versammlungen und Betriebsbesichtigungen des CSU-Dachorganisation teilgenommen, eine Wanderung und eine Adventfeier durchgeführt. Auch fand eine Kreisvorstandssitzung in Plößberg statt vor verhegenden Gottesdienst statt. Für das Jahr 2008 wird an den Wahlversammlungen zur Kommunalwahl teilgenommen. Weiter wird wieder eine Wanderung durchgeführt und eine Betriebsbesichtigung gemacht.

Schriftführerin Sabine Ziegler erwähnte die verschiedenen Vorstandssitzungen, die Jahreshauptversammlung mit Ehrungen, die Kreisvorstandssitzungen und Kreisdelegiertenversammlungen, die Wanderung sowie die Betriebsbesichtigungen. In St. Quirin wurde eine Maiandacht abgehalten. Weiter wurde an den Sitzungen des Vereinskartells teilgenommen und beim Bürgerfest mitgemacht. Auch an der Nominierungsversammlung für den Bürgermeister und die Gemeinderäte und den weiteren Versammlungen der CSU-Verbände und einer Jubiläumsfeier in Kemnath wurde teilgenommen. Auch wurde wieder ein Kirchweihessen veranstaltet.

Einen geordneten Kassenbericht legte Schatzmeisterin Christine Rögner vor. Für die Kassenprüferinnen bestätigte Elisabeth Kost eine einwandfreie Kassenführung so dass die beantragte Entlastung einstimmig erfolgte.

Bürgermeister Lothar Müller erwähnte eingangs seines Grußwortes die fünf Wahlversammlungen und lud zur Teilnahme ein. Zur aktuellen Gemeindepolitik erwähnte der den Teilausbau und die Verbesserung der Gemeindeverbindungsstraße Liebenstein – Schwarzenbach auf eine Länge von 800 m mit einem Kostenaufwand von rund 360.000 €. Er verwies hierbei auch auf den Verbesserungsbedarf weiterer Straßen und erwähnte dass die Gemeindestraßen insgesamt 78 km sind. Zur Ortsumgehung von Plößberg führte er aus, dass diese in der Dringlichkeit 1 R steht und dass demnächst eine Termin mit dem Straßenbauamt stattfinden wird. Zur Verkehrsregelung erwähnte er die teilweise schon eingeführte Rechts- vor Linksregelung, welche auch noch in weiteren Orten erfolgen soll.
Zur Schule merkte Müller an, dass ab dem Schuljahr 2009/2010 die Hauptschule ganz weg sein wird. Im Schulgebäude sind Investitionen von mehreren Millionen Euro für Umbauten und Verbesserungen erforderlich, die Planungen sind aber noch nicht angelaufen. Zu den Finanzen führte der Bürgermeister aus, dass die Verschuldung von 2,8 Mill. Euro im Jahre 2002 auf 2,2 Mill. Euro im Jahre 2007 gesenkt werden konnte. Im gleichen Zeitraum konnte die Rücklage von nur 37.000 Euro auf 1,5 Mill. Euro aufgestockt werden. Die Hauptursache für die finanzielle Verbesserung sind die gestiegenen Gewerbesteuereinnahmen. Im Feuerschutz sind in den nächsten Jahren entsprechende Erneuerungen und Neuanschaffungen unabwendbar und notwendig.
Auch die Ausweisung und Erweiterung von Gewerbegebieten mit allen notwendigen Maßnahmen muss das Ziel sein. Dann stellte er noch kurz die Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl am 2. März vor und betonte dass der Altersdurchschnitt bei 37 Jahren liegt. Mit einem Dank an die Vorsitzende und alle Mitglieder der Frauen Union für die Unterstützung beendete Müller seine Ausführungen.

In seiner Eigenschaft als Kreisrat informierte Engelbert Meier über die Kreispolitik und gab hierbei einen kurzen Rückblick über die Entwicklungen seit der Landkreisreform im Jahre 1972. Für dieses Jahr sind die Verbesserung und die Verbreiterung der Kreisstraßen TIR 2 „Plößberg – Pilmersreuth“ und der TIR 7 ab der TIR 2 in Richtung Liebenstein vorgesehen. Zum Krankenhausverbund merkte Meier an, dass ohne die Krankenhaus AG verschiedene kleinere Krankenhäuser nicht mehr zu halten gewesen wären. Den Plänen der Bundesgesundheitsministerin und dem Druck der Krankenkassen, die der Todesstoß für viele kleine Krankenhäuser wären, muss entsprechend gegengesteuert werden um das weitere Aus kleinerer Krankenhäuser zu verhindern. Die Verweildauer in den Krankenhäusern liegt im Durchschnitt bei sieben Tagen. Im Krankenhausverbund wurden im letzten Jahr rund 43.000 Patienten stationär und 43.000 ambulant behandelt informierte hierzu Meier. Die Kreisumlage soll heuer etwas gesenkt werden, bedingt auch durch die Senkung der Bezirksumlage. Als positiv bewertete Meier das Sibyllenbad und den dortigen Einbau einer Hackschnitzelheizung. Ergänzend sprach Meier noch die Müllabfuhr an. Meier zeigte sich erfreut, dass bei der Restmüllabfuhr vor 8 Jahren die Umstellung auf Bescheidsystem auch im Kreis Tirschenreuth erfolgte; Hier hat sich Meier persönlich sehr darum bemüht. Meier lobte auch die gute Arbeit bei der Müllverbrennung in Schwandorf und lobte das Personal bei der Abfallwirtschaft. So bedarf es bei der Selbstanlieferung von Sperrmüll in Steinmühle nur eines Anrufes bei der Abfallabteilung. Dabei muss die Restmüllmarkennummer angegeben und die Entsorgungsgegenstände benannt werden. Dann kommt schon das Signal zur erlaubten Anfuhr. Bei der gesamten Abfallwirtschaft sind wir gut aufgestellt und derzeit wird durch das Altpapier ein Erlös erzielt, während wir noch vor einigen Jahren dafür an die Entsorger bezahlen mussten. Nach derzeitigem Stand stehen auch in den kommenden zwei Jahren keine Gebührenerhöhungen auf diesem Sektor an. Abschließend würdigte er noch die Arbeit von Bürgermeister Lothar Müller und das gute und kollegiale Miteinander.

Nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorlagen schloß Vorsitzende Helga Sollfrank mit einem Dank fürs Kommen die Jahreshauptversammlung.